Magdalena

Adresse: Schillingbrücke 1, 10243 Berlin

Feiern und Tanzen zum Dritten – Magdalena Berlin

Die Geschichte des Magdalena Berlin ist eher traurig, da diese Berliner Location am Ostbahnhof wie ein Phönix aus der Asche zweier Clubs empor steigen musste. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen ist der liebevoll „Magda“ genannte Club eine wichtige Institution für das Nachtleben der Hauptstadt. Bevor nun auch das Magdalena das Zeitliche segnet, sollten Partypeople die Chance wahrnehmen und die Location besuchen, solange es noch möglich ist.

Aus Maria Berlin wurde ADS und daraus das Magdalena Berlin

MagdalenaWer schon etwas länger in Berlin diverse Clubs und Diskotheken aufgesucht hat, dem ist die „Maria am Ostbahnhof“ wahrscheinlich sehr vertraut. Denn jener Club war zu seiner Zeit als einer der beliebtesten Elektro-Schuppen in Berlin und dem Umland bekannt und lockte Woche für Woche Techno-Jünger und Raver in seine Hallen. Doch dann musste die Maria Berlin schließen und es war ungewiss, ob die Location jemals wieder Berliner Publikum einlassen und mit knackigen Bässen versorgen würde.

Da es keine umfassende Lösung für das Problem gab, wie die Nutzung des Gebäudes im Rahmen des Mediaspree-Vorhabens zukünftig aussehen würde, durfte nach der großen Abschiedsparty der Maria Berlin für ein Jahr lang der Club ADS (Club „an der Schillingbrücke“) hier residieren. Nachdem dessen begrenztes Intermezzo sein Ende fand, aber nach wie vor die Zukunft ungewiss war, hat nun das Magdalena Berlin seit Anfang 2012 die Chance, für (mindestens) ein Jahr die Boxen sprechen zu lassen.

Magdalena

Umbauarbeiten durch Betreiber Ben Biel – Das Magdalena Berlin putzt sich heraus

Nach wie vor befindet sich der Club in der heruntergekommenen Industriehalle, die viel Platz zum Tanzen und Feiern bietet. In direkter Nähe des Ostbahnhofs ist dies jedoch keine Seltenheiten. So haben sich seit der Eröffnung der Maria Berlin hier viele verschieden Clubs und Locations in alten Industriegebäuden erfolgreich niedergelassen – und das Magdalena Berlin am Stralauer Platz fügt sich somit auch nach Jahren noch in das optische Gesamtgefüge rund um den Ostbahnhof.

Damit das Magdalena Berlin auch den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird, benötigte der Club jedoch eine kleine Überarbeitung der Interieurs und der Technik. Deshalb wurde das Soundsystem erneuert, sodass die modernen Techno-Klänge bei der tanzenden Besucherschaft auch entsprechend auf Begeisterung treffen. Natürlich wird der zweite Dancefloor, der sich in einer weiteren Halle befindet, weiterhin fortbestehen.

Dem aktuellen Trend entsprechend, dass DJs als Live-Acts und deren Erscheinen im Club als Konzerte betrachtet werden, ist der Mainfloor des Magdalena Berlin angepasst worden. Ausgelassene Parties im Magdalena Berlin sind also eine Alternative zum abends Ausgehen für all diejenigen, die von Elektro und Techno nicht genug bekommen.

Moderne, angesagte und vor allem elektronische Musik im Fokus des Magdalena Berlin

Eine Mischung aus Minimal, House, abgedrehtem Goa, ein bisschen Trance und klassischem Techno ist das, was die Besucher in diesem geschichtsträchtigen Club erwartet. Je nach Event wird die musikalische Ausrichtung des Clubs deshalb von den geladenen DJs gelenkt – eine ganz klare und eindeutige Positionierung in Sachen Musik gibt es im Magdalena Berlin nicht. Auch rauschen nicht ausschließlich elektrisch verzerrte Klänge durch die Floors, denn ab und an kommen auch rockige Töne vor und sorgen für Headbanging und kreischend-brüllendes Publikum. Von Donnerstag bis Samstag lädt der Betreiber immer ab Mitternacht unterschiedliche Acts ein, wobei einige Gaumenfreuden für Elektro-Fans garantiert sind.

Genügend Abwechslung ist garantiert, denn das Magdalena Berlin hat bis auf Dienstag und Sonntag immer geöffnet. Regelmäßig findet montags die Veranstaltung „Rotation – Monday Madness“ statt, wo verschiedene Labels (auch nicht Berliner) ihr Können unter Beweis stellen. Newcomer können sich beim Magdalena Berlin bewerben und in einem Contest mittwochs unter dem Motto „Die jungen Wilden“ gegen andere Musiker antreten. Der Gewinner darf dann an einer Wochenendveranstaltung die Massen zur Ekstase bringen.

Der Eintritt variiert preislich, liegt aber auch häufig oberhalb der 10-Euro-Grenze. Die Türpolitik richtet sich nicht nach einem vorgeschriebenen Dresscode. Direkt gegenüber befindet sich das Ibis Hotel, in welchem man einchecken kann, wenn man die Nacht im Magdalena Berlin hindurch gefeiert hat. Ansonsten ist der Ostbahnhof mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Fazit – Berliner Klassiker neu erfunden: Das Magdalena Berlin

Es ist keine einfache Aufgabe die Fußstapfen der legendären Maria am Ostbahnhof zu füllen, doch das Magdalena Berlin hat sich dieser Aufgabe gewidmet. Nicht alles ist beim Alten geblieben, das haben Veränderungen so an sich, doch handelt es sich immer noch um ein Berliner Original: Altes Gebäude, marode Einrichtung und harte Bässe – diese Beschreibung trifft auf viele Berliner Clubs zu und das Magdalena Berlin macht da auch im dritten Anlauf dieser Location keine Ausnahme.

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